Für alle die Gummistiefel lieben

German Story 5 Wattwanderung

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from Steve

Die Mädchen warteten bereits am Deich. Tatjana trug dunkelgraue Wollshorts und Nylonstrümpfe. Ihre Füsse steckten in dunkelblauen, glänzenden, fast bis zum Knie reichenden Gummistiefeln. Sarah, ihre Freundin, hatte ein knielanges, rot-kariertes Trägerkleid an, unter dem rote Gummistiefeletten mit einem kleinen Absatz hervorlugten.

Wir machten uns über das Deichvorland auf zum Watt. Ich bewunderte die langen, wohlgeformten, in den Gummistiefeln verschwindenden Beine der beiden. Mein Herz raste. Am Flutsaum angekommen, rannte Tatjana übermutig auf die graue, glucksende Fläche. Doch bereits nach den ersten Metern wurde sie deutlich langsamer. Ihre Stiefel versanken bei jedem Schritt bis zu den Knöcheln im Schlick und gaben beim Heben ein schmatzendes, glucksendes Geräusch von sich. Der schmierige, graue Schlick überzog ihre Füsse. Sarah und ich folgten ihr, etwas vorsichtiger. Sarah machte zwar ein etwas angeekeltes Gesicht, entschloss sich aber dann doch weiterzustapfen. Aus dem Schaft ihrer nun eher schlammfarbenen Stiefeletten lugten blaue Burlingtonsocks hervor. Doch obwohl sie schon bedrohlich tief einsank, schritt Sarah mutig weiter neben mir her, den Blick nun konzentriert auf den Boden gewandt. Bei jedem Schritt quoll der Schlick unter ihren Stiefeln hervor und schwappte fast in sie hinein. Die kleine Insel, die wir erkunden wollten, lag noch einige hundert Meter vor uns.

Tatjana, die ein paar Schritte voraus lief, hatte bereits ernste Probleme, ihre Füsse immer wieder aus dem Matsch zu befreien. Die Schlickschicht war jetzt etwa 15 cm tief. Ich reichte Sarah die Hand, die gerade das Gleichgewicht zu verlieren drohte. Ihr rechter Gummistiefel steckte bis zum Schaftrand im Schlamm, der obere Rand des linken war bereits nicht mehr zu sehen. Beim verzweifeltem Versuch, ihn zu befreien, schmatzte er nur. Sarah versank immer tiefer. Als der kalte, feuchte Schlick begann, langsam an den Burlingtons hinab in ihren Stiefel zu rinnen, verzog sie angewidert das Gesicht. Tatjana bemerkte dies und machte kehrt, wobei sie beinahe hinfiel, da der Schlick auch nach ihren Gummistiefeln griff, und stapfte zu uns zurück. Sie grinste, stellte sich breitbeinig neben Sarah und begann, an deren Bein zu ziehen. Doch der Fuß rührte sich keinen Zentimeter. Ich kam ihr zu Hilfe. Durch das zusätzliche Gewicht bohrten sich nun allerdings auch Tatjanas und meine Stiefel immer tiefer in den saugenden Untergrund. Doch wir achteten nicht darauf und zogen nur noch fester. Gemeinsam gelang es uns endlich, Sarahs ehemals rote Stiefelletten zu befreien. Mit einem lauten Glucksen zog sie sie aus dem Schlamm. Allerdings hatten wir jetzt das gleiche Problem wie zuvor Sarah: selbst unter größter Kraftanstrengung bewegten sich unsere Gummistiefel keinen Millimeter. Wir sahen uns an. "Ladies first", sagte ich , und begann am Schaft von Tatjanas blauen Stiefeln, die noch ca. 5 Zentimeter aus dem Matsch hervorguckten, zu ziehen. Ich genoss es dabei trotz meiner misslichen Lage über die glatte, warme Oberfläche ihres glänzenden Stiefels zu streicheln, ihre Beine zu umfassen und den charakteristischen Geruch des Gummimaterials zu riechen. Nach einiger Anstrengung bekamen wir Tatjanas Stiefel frei. Danach kamen meine Stiefel dran.

Tatjana beugte sich über meine inzwischen fast vollkommen im Schlick versunkenen Stiefel. In die frische, salzige Meeresbriese mischte sich der Duft ihres schweren Parfums. Ihr Haar wehte frech im Wind. Sie packte mit beiden Händen das, was vom Schaft meines rechten Stiefels noch aus dem Schlick hervorlugte und begann daran zu ziehen. Dabei bohrten sich ihre langen, rot lackierten Fingernägel tief in den Kautschuk meiner Stiefel. Es gluckerte lustig. Ihre schlammigen, blauen Stiefel legten sich durch das Niederbeugen in sehr interessante Falten. Ich wollte sie gerade bitten, etwas vorsichtiger zu sein, als ich anfing, ihren festen Griff, der nun schon fast eine Massage war, zu genießen. Jetzt schlüpfte sie langsam mit Ihrem eigenen Stiefel aus dem Schlamm und führte ihn direkt neben meinem Bein wieder in den schmatzenden Schlick. Ich fühlte, wie die Sohle des in die graue Masse gleitenden Stiefels auf meinem eigenen Fußrücken zum stehen kam. Sie begann, ihren an meinem Gummistiefel zu reiben und lächelte mich dabei an. Den Griff um meinen zweiten Stiefel lockerte sie dabei nicht. Im Gegenteil. Ich spürte, wie ihre Nägel die Gummibeschichtung durchdrangen. Dafür bewegte er sich jetzt etwas. Je weiter er aus dem Schlick hervorkam, desto tiefer am Schaft fasste Tatjana ihn, wobei ihre Nägel immer wieder in das blaue, glänzende Gummimaterial eindrangen. Endlich war er frei. Tatjana hob nun ihren eigenen Stiefel an und begann, sich um meinen unter ihrem Gewicht noch einige Zentimeter tiefer versunkenen linken Stiefel zu kümmern. Diesmal schob sie ihre Finger von oben in den Schaft meines Stiefels, da er von außen kaum mehr zu greifen war. Sie war dabei sehr geschickt, und ich wusste nicht genau, ob sie mein Bein streichelte, oder am Stiefel zog. Gemeinsam bekamen wir den Stiefel dennoch langsam frei. Doch mit Bedauern musste ich zusehen, wie von innen ihre roten Nägel zuerst durch den Schaft und dann durch die Schlammschicht drangen. Doch ich trug es mit Fassung.

Wir setzten unseren Weg, vorsichtig nach festem Boden tastend, fort. Bei jedem Schritt schmatzte der Schlick und umschloss unsere Stiefel fest.

Nach einigen Metern erreichten wir einen Priel. Tatjana wagte als erste die Durchquerung. Sie konnte relativ problemlos die schlammige Sedimentschicht am Ufer durchstapfen, wobei ihre Stiefel allerdings wieder bis zum oberen Schaftrand im Schlick verschwanden, und den Wasserlauf durchwaten. Als der Priel auf der anderen Seite wieder seichter wurde, kam langsam wieder das leuchtende Blau ihrer Gummistiefel zum Vorschein und glänzte in der Sonne. Allerdings nur, um am gegenüberliegenden Ufer wieder von einer zähflüssigen Schlickschicht umhüllt zu werden. Genüsslich schob sie ganz langsam ihre Stiefel in den Schlamm. Zunächst die Spitze, dann die Ferse, dann streckte sie noch einmal kokett den Fuß und ließ sie schließlich fast ganz versinken. Dann zog sie sie ebenso langsam wieder heraus.

Sarah folgte. Doch ihre Stiefelletten waren zu kurz. Der Schlick drohte bereits wieder, in das innere ihrer Stiefelchen zu rinnen. Hilfesuchend blickte sie mich an. Ich fasste mir ein Herz und bot ihr an, auf meine Schultern zu steigen. Huckepack begannen wir nun die Durchquerung. Sie spreizte ihre roten Stiefelletten weit ab, um mich nicht zu sehr einzudrecken. Dabei spielte sie ziemlich aufreizend mit ihren Füßen, krümmte und streckte sie abwechselnd und ließ sie zwischendurch wippen. Dadurch legte sich das dünne, rote Kunststoffmaterial abwechselnd in Falten und glättete sich wieder.

Bereits bei der Durchquerung des Uferschlicks bemerkte ich, dass einige Stellen im Innern meiner Stiefel verdächtig kühl wurden. Doch als ich meine Stiefel in den Strom des Priels tauchte, wurde mir endgültig klar, dass Tatjanas Befreiungsaktion mehr Schaden angerichtet hatte, als ich vermutete. Süß lächelte sie mich, aufreizend mit der Stiefelspitze wippend, von der anderen Seite an, während das Wasser durch die von ihren spitzen Fingernägeln verursachten Löcher in meine Gummistiefel eindrang und langsam an der Innenseite des Schaftes herunterrann. Ich lächelte zurück und winkte. Mutig schritt ich weiter und versuchte. mir nichts anmerken zu lassen. Tatjana wusste genau, was gerade passierte. Ich hoffte, dass sie das leise Quietschen, das auf dem Rest der Tour meine Schritte begleiten würde, nicht hören würde. Endlich erreichten wir das andere Ufer.

Der Boden wurde nun wieder fester, und wir begannen Muscheln zu sammeln. Tatjana entfernte sich einige Meter von uns, da sie dort ein besonders schönes Exemplar entdeckt hatte. Doch dabei übersah sie die Anzeichen für ein weiteres Schlickwattfeld: diverse Wurmlöcher und aufsteigende Blubberbläschen. Ich überlegte einen Augenblick, ob ich sie warnen sollte. Doch ich hatte noch eine Rechnung offen.

Das versinken ihrer Stiefel traf sie, da sie forschen Schrittes daherging, völlig unerwartet. Sie hatte ihr Gewicht bereits voll auf den rechten Fuß verlagert, als dieser keinen Halt fand und tief im Watt versank. Um nicht der Länge nach in den Schlamm zu fallen, musste sie auch den linken Stiefel nachziehen. Der verschwand jedoch auch sofort fast vollständig im Schlick, so dass sie nun vollends feststeckte. Langsam kroch der Schlamm am Schaft ihrer Stiefel herauf um schließlich auf der Innenseite an den Nylonstrümpfen wieder hinabzurinnen. Verzweifelt versuchte sie, sich zu befreien, doch ohne Erfolg. Hilfesuchend blickte sie sich nach uns um und rief.

Sarah, mit ihren kurzen Stiefelletten traute sich jedoch nicht, ihr in das Schlickfeld zu folgen. Ich stand noch weiter abseits und tat zunächst so, als würde ich sie nicht bemerken. Sie versuchte also nochmals, sich selbst zu befreien. Ihre Stiefel waren bereits nicht mehr zu sehen, und der Schlamm kroch immer höher, bis zu ihren Knien und langsam weiter, die Oberschenkel hinauf, bis er fast ihre Shorts erreichte. Dann endlich fand sie halt. Sie begann sich, langsam durch den Schlick zu schieben und kam in einem Halbkreis auf uns zu. Langsam tauchten zunächst ihre Strümpfe, dann die verschlammten Gummistiefel wieder auf. Es gelang ihr, den festen Sandboden zu erreichen. Diesmal grinste ich sie unschuldig an...