German Story 20 Wolfgang und Sarah im Moor
from Naturbootie
Zwar waren sie erst vor wenigen Stunden zu Hause angekommen, doch wollten es sich Sarah und Wolfgang nicht nehmen lassen, noch eine Wanderung ins nahegelegene Moor zu unternehmen. Sie kannten sich schon seit Kindheitstagen, waren am Land aufgewachsen und hatten sich in Gummistiefeln kennen und lieben gelernt. Seit sie beide in der Stadt studierten, konnten sie ihrem Lieblingshobby nur mehr am Wochenende frönen.
Während die Sonne an diesem Freitagnachmittag gerade noch über die Berge blinzelte, stapften Sarah und Wolfgang in ihren noch nie gebrauchten, völlig neuen Gummistiefeln in Richtung Moor. Dabei beobachtete jeder weniger die Natur, sondern fixierte vielmehr die aufreizenden Stiefel an den Füßen des Partners.
Sarah fühlte sich toll in ihre geschmeidigen, blauen, knapp bis unters Knie reichenden Wellingtons, die ihr Wolfgang von einem London-Trip mitgebracht hatte. Sarahs Wellingtons warfen glänzende Falten, was Wolfgang wahnsinnig sexy fand. Wolfgang konnte es kaum fassen, aber seine dunkelgrünen, hohen Aigle, die er vorige Woche in einem Angelgeschäft entdeckt hatte, waren prächtig zu tragen, während das hohe Gras die Stiefel bis hoch zu den Rändern benetzte. Wie immer trugen beide darunter nichts, was beim Auftreten immer wieder schöne, quietschende Geräusche in den Gummistiefeln verursachte.
Im Rucksack hatte Wolfgang zwei Paar Reservestiefel der gleichen Marken, Bluejeans und ein Tuch, alles nur für den Fall, dass sie Schlamm in die Stiefel und auf die Hosen bekommen sollten. So sollten die Eltern bei ihrer Rückkehr keinen Verdacht schöpfen, was die beiden im Moor wirklich taten.
Ihr erstes Ziel war wie immer die Quelle des Baches, da sich dort ein größeres Schlammloch befand, in dem man ganz herrlich gerade soweit einsank, dass der Schlamm nicht in die Stiefel laufen konnte. "Wir müssen diesmal vorsichtig sein, es hat die letzten Tage mehrmals geregnet", meinte Wolfgang zu Sarah, als sie sich der Stelle näherten. "Mach Dir keine Sorgen, unsere Boots sind sicher hoch genug", antwortete Sarah, die als erste in Richtung Quelle vorausging und schon bis zu den Knöcheln versunken war. Wolfgang folgte ihr langsam und starrte dabei auf die blauen Wellingtons, die sich langsam braunschwarz einfärbten.
Plötzlich verlor Sarah einen Augenblick das Gleichgewicht und sank dabei mit ihrem rechten Fuß bis knapp zum Stiefelrand ein. "Grins nicht so, hilf mir doch", rief Sarah Wolfgang zu, der sich ein verschmitztes Lächeln nicht verkneifen konnte. Einstweilen ragte auch von Sarahs linkem Wellington nur mehr der blaue obere Rand aus dem Schlamm, wodurch sie herrlich hilflos wirkte. Gut dass meine Aigle gute zehn Zentimeter höher sind als Sarahs Wellingtons, dachte sich Wolfgang, während er zu Sarah hinüberstakste und darauf achten musste, dass seine Gummistiefel nicht im Schlamm stecken blieben, wenn er sie herauszog. "Mach schon", drängte Sarah, die verzweifelt auf den an den Rändern der Wellingtons bedrohlich hochsteigenden Schlamm hinunterblickte. Wolfgang griff sich zuerst den Schaft ihres linken Stiefel und zerrte mit aller Kraft an Sarahs Fuß, der langsam mit dem Gummistiefel vom Schlamm freigegeben wurde. Auf diese Weise holte er auch den rechten Stiefel heraus, wobei es richtig schmatzte und gluckste.
In diesem Moment hörten Wolfgang und Sarah jemanden mit schweren Schritten oben aus dem Wald der Quelle, die nun über ihre Stiefel schwappte, näherkommen. "Verdammt, weg von hier", stammelte Wolfgang leise. So schnell sie konnten, versteckten sie sich hinter ein paar Sträuchern am nahen Abhang. Zuerst wunderten sie sich über die kniehohen, knallroten Stiefel mit ungewöhnlich hohen Absätzen vorne und hinten, die sich wenige Meter vor ihnen in den Schlamm bohrten. Wolfgang und Sarah warfen sich ein Lächeln zu und stürmten gleichzeitig aus dem Dickicht.
"Steffi, was machst denn Du hier?", rief Sarah, die eine erschrockene, zugleich erleichterte Steffi umarmte, wobei beide fast hingefallen wären. "Wo kommt ihr den her?", rief Steffi, als sie Wolfgang auf die Wangen küsste, der verschämt auf ihre roten Stiefel hinabblickte und dabei bemerkte, dass die Absätze ihre Stiefel sogar ein paar Zentimeter über seine Aigle ragen ließ. "Ich habe vier Wochen Urlaub und komme immer um diese Zeit her. Das ist ja wie in alten Zeiten, Euch hier zu treffen." "Woher hast Du denn diese geilen Gummistiefel mit den Plateauabsätzen?", brach es aus Wolfgang heraus. "Toll, nicht?", sagte Steffi, die dabei den rechten Stiefel tiefer in den Schlamm schob. "Ich hab sie voriges Jahr bei meiner Amerika-Reise gesehen und sofort gekauft. Aber bis jetzt hab ich sie nicht wirklich ausprobieren können." "Na dann, nichts wie los", rief Sarah, die gleich in Richtung des ruhigen Nebenarms des Moorbaches ging.
Hinter ihr streifte Steffi durch nicht besonders tiefen Schlamm, der erst jetzt die Wellingtons von Sarah auffielen, an deren oberer Hälfte eine dicke Schlammkruste haftete; dicht gefolgt von Wolfgang, der sich immer besonders zusammennehmen musste, wenn Steffi ihre Plateauabsätze aus dem Schlamm zog. Im Nebenarm des Baches stand diesmal das Wasser etwas höher als sonst, doch alle drei hatten ihn mit seinem schlammigen Untergrund schon hunderte Male durchquert. Beinahe zugleich durchwateten Sarah und Wolfgang das Wasser, während Steffi dicht hinter ihnen blieb.
Steffi fühlte beim Auftreten etwas Hartes unter ihrer Verse. Plötzliche rutschte sie ab und knickte mit ihren Plateausohlen um. Dadurch versank sie bis übers Knie im Wasser, das nun über ihre Unterschenkel unangenehm kalt in ihre Stiefelspitzen schoss. "Iiih.", rief Steffi, die jedoch überraschend schnell das Gleichgewicht wieder fand und sich auf die andere Seite retten konnte. "Das hat mir gerade noch gefehlt", knurrte Steffi, die es überhaupt nicht mochte, wenn ihr Wasser in die Stiefel kam. "Halb so schlimm", meinte Wolfgang, der nur mehr Augen für die kirschroten Stiefel hatte. "Ich hab für uns zwei immer je ein Paar Reservestiefel im Rucksack. Die Wellingtons müssten Dir genau passen." "Gut, dass wir sie immer dabei haben", fügte Sarah hinzu, die eifersüchtig zusah, wie Wolfgang Steffi beim Anziehen half und dabei die blauen Wellingtons behutsam über ihre Füße gleiten ließ, was beide offensichtlich besonders genossen.
Wolfgang verstaute die roten Stiefel im Rucksack. "Ich gebe sie Dir morgen zurück, wenn ich sie am Abend bei uns getrocknet habe. Wir treffen uns am besten morgen wieder an der Quelle." Da es schon zu dämmern begann, machten sie die drei auf den Rückweg.
Zu Hause gingen Wolfgang und Sarah in den Keller und packten den Rucksack aus. Wolfgang schleuderte seine Aigle von den Füßen und schlüpfte in die roten Gummistiefel, die ihm um zwei Nummer zu klein waren, deshalb aber wegen ihrer Feuchtigkeit unvergleichlich auf der Haut klebten. Auf den Plateaus fühlte er sich vorerst etwas unsicher. Sarah kicherte, als ihn so in diesen seltsam hohen Boots dastehen sah. Schade nur, dass er sie morgen schon zurückgeben musste, dachte sie sich. Dann zog sie ihre Bluse und Bluejeans aus, stieg in die für sie etwas zu großen, verschwitzten Aigle und ging auf Wolfgang zu.