Für alle die Gummistiefel lieben

German Story 18 Ferien auf dem Bauernhof

German Story 18 Ferien auf dem Bauernhof

German Story 18 Ferien auf dem Bauernhof

from Muddy Boots

Gaby hatte dieses Jahr eine Woche Ferien auf dem Bauernhof gebucht. Sie wollte einmal andere Ferien verbringen. Da sie im Büro sehr viel Arbeit hatte, konnte sie sich gar nicht richtig auf den Urlaub vorbereiten. Am Freitagabend vor dem Urlaub kam sie nach der Arbeit erst spät nach Hause und musste noch den Koffer packen. "Was nehme ich denn bloss alles mit", überlegte sie. Jeans, T-Shirt, Pullover, kurze Hosen, Strümpfe, Unterwäsche, ... all das war schnell eingepackt. Aber was zieht man auf dem Bauernhof am besten an den Füssen an? Gaby stellte die ganze Wohnung auf den Kopf. "Alte Turnschuhe sind sicher nicht schlecht", überlegte sie, "aber im Stall und auf dem Feld wären Gummistiefel sicherlich besser. Nur, wo bekomme ich um diese Zeit noch Gummistiefel?" Sie erinnerte sich an ihre Reitlektionen, die so vor mehreren Jahren einmal genommen hatte. Für dieses Hobby hatte sie sich Gummireitstiefel gekauft. Sie ging in den Keller und begann dort zu suchen. Jeden Winkel suchte sie ab, bis sie schließlich in der hintersten Ecke die Stiefel fand - völlig verstaubt, aber noch in gutem Zustand. "Dann nehm ich eben diese mit", dachte sie und ging schlafen.

Am nächsten Morgen fuhr sie mit dem Auto zwei Stunden zu dem von ihr ausgewählten Bauernhof. Sie wurde bereits von Ihrer Gastfamilie erwartet: Bauer Müller, seine Frau und die drei Kinder, Paul, Sabine und Ute, begrüßten sie herzlich. "Ich zeige dir gleich dein Zimmer", sagte Frau Müller, "dort kannst du dich umziehen und dann werden wir dir den Hof zeigen". Gaby zog sich eine alte Jeans, ein T-Shirt und die alten Turnschuhe an und ging in die Stube. Es war nur Sabine, die 19-jährige Tochter der Familie anwesend. "Komm, ich zeige Dir den Hof!" sagte Sabine zu Gaby und ging voraus. Sie kamen in einen Raum, der das Wohnhaus von der Scheune abtrennt. In diesem Raum sah es aus wie in einem Stiefelladen: jede Menge Gummistiefel standen herum. Sabine zog sich ein Paar braune Gummistiefel an und fragte Gaby: "hast du keine Gummistiefel dabei?" "Doch, ein Paar Gummireitstiefel hatte ich noch von früher, ich gehe sie gleich holen", antwortete Gaby. Kurze Zeit später stand sie gestiefelt neben Sabine. "Dann nichts wie los!" sagte Sabine und ging voraus. Sie gingen in jedes Gebäude, liefen durch den Garten und schauten sich um. Nach der Erkundungstour sahen Gabys Reitstiefel aus, als ob sie schon Wochen auf dem Bauernhof leben würde. Sie war froh, dass sie nicht die Turnschuhe angezogen hatte. "Als erstes kannst du mir im Stall ausmisten helfen", sagte Sabine und ging in den Kuhstall. Gaby folgte ihr. Als sie den Kuhstall betrat, rutschte sie auf dem nassen Betonboden fast aus. Reitstiefel sind auf nassen Betonböden ungeeignet, weil sie eine fast glatte Sohle haben. Gaby musste bei jedem Schritt aufpassen, dass sie nicht ausrutschte.

Sabine lud den Mist auf eine Schubkarre und Gaby musste diese auf den Misthaufen fahren. Auf dem schmalen Brett, das auf den Misthaufen führte geschah es dann: Gaby rutschte mit ihren Reitstiefeln aus und konnte sich nur noch mit einem Sprung in den Mist retten. Doch sie hatte Glück. Sie versank nur knapp bis zu den oberen Stiefelrändern in der stinkig, dampfenden Masse. Ihre Stiefel sahen danach allerdings alles andere als appetitlich aus. Wieder zurück im Stall sprach sie Sabine auf ihre mistverschmierten Reitstiefel an. Gaby erzählte ihr von ihrem Missgeschick. "Komm, wir gehen ins Haus. Dort kannst du dir ein Paar Gummistiefel mit richtiger Profilsohle aussuchen", schlug Sabine vor. Im Haus angekommen, fragte Sabine Gaby nach ihrer Schuhgröße. "Ich trage Größe 40", erwiderte Gaby. "Da werden wir aber jetzt ein Problem haben", überlegte Sabine. "Ich und meine Mutter haben Schuhgröße 38, meine kleine Schwester hat Größe 37 und mein Vater und mein Bruder haben Größe 43. Du kannst aber trotzdem einmal ein Paar von meinen anprobieren". Sabine reichte Gaby ein grünes Paar Stiefel und Gaby versuchte hineinzuschlüpfen. Keine Chance die Stiefel waren viel zu klein. "Probier doch ein Paar von meinem Bruder", schlug Sabine vor und stellte die grünen Stiefel zurück und griff sich ein Paar schwarze, klobige Stiefel. Gaby schlüpfte hinein. Sie sah aus wie der gestiefelte Kater. Im weiten Schaft hätten ihre beiden Beine Platz gehabt. Aber diese Stiefel waren viel zu groß. "Dann müssen wir am Montag als erstes ins Dorf fahren und dir anständige Gummistiefel kaufen", entschied Sabine. Sie gingen zurück in den Stall und misteten fertig. Gaby lief in ihren Reitstiefeln wie auf Eiern, damit sie ja nicht noch einmal ausrutschte. An diesem Abend sank Gaby erschöpft ins Bett.

Nach dem Frühstück am Sonntagmorgen wurden die Kühe vom Stall auf die nahe Weide getrieben. Auch bei dieser Arbeit erwiesen sich Gabys Reitstiefel als nicht sehr vorteilhaft. Jede Bodenunebenheit spürte Gaby durch die dünnen Sohlen ihrer Reitstiefel. Nachdem die Kühe auf der Weide waren, gab es am Waldrand ein feines Picknick. Nach dem Essen legten sich alle in die Sonne und es wurde für den Rest des Sonntags gefaulenzt. Gaby schlief in der warmen Sonne ein und bemerkte nicht, wie es in ihren Reitstiefeln immer heißer wurde und ihre Füße zu schwitzen begannen. Als sie wieder aufwachte, hatte sich in ihren Stiefeln bereits ein kleiner See gebildet. Auf dem Nachhauseweg hatte Gaby dann doch noch einen Vorteil in ihren Reitstiefeln. Um den Weg abzukürzen gingen sie quer durch den Wald. Gaby konnte den Bach als einzige durchqueren, weil ihre Reitstiefel höher waren als die normalen Gummistiefel. Alle Anderen mussten einen Umweg über die kleine Brücke machen. Gaby genoss es, mit den Stiefeln im kalten Wasser zu stehen und ihre verschwitzten Füße abzukühlen.

Am Montag fuhr Sabine mit Gaby ins Dorf. Im Laden für landwirtschaftliche Artikel gingen sie auf die Suche nach Gummistiefel für Gaby. Die Auswahl war nicht sehr groß. Es gab zwei Modelle für Herren, eines mit hohem Schaft und eines mit niedrigem Schaft, und ein Modell für Frauen. Gaby erkundigte sich nach einem Frauenmodell in Größe 40. "Das tut mir aber leid"; sagte der Verkäufer "Damenmodelle haben wir nur noch bis Größe 38". "Dann nehme ich eben ein Herrenmodell" erwiderte Gaby. "Eines mit hohem oder niedrigem Schaft?" "Eines mit hohem Schaft!" rief Sabine dazwischen "wenn schon Gummistiefel, dann richtige". "Hier haben wir nur noch Größe 41", bemerkte der Verkäufer "wenn sie aber ein zusätzliches Paar Strümpfe darin anziehen, sitzen die prima!". Gaby probierte die schwarzen, 40 cm hohen und klobigen Stiefel. "Eigentlich sind sie ja ganz bequem", dachte sie für sich. "In Ordnung. Die nehme ich". "Du siehst gut aus in so klobigen Gummistiefeln", sagte ihr Sabine auf dem Heimweg. Gaby wusste nicht recht, was sie zu diesem Kompliment sagen sollte und nickte nur. Gaby, Sabine und Ute reinigten den ganzen Nachmittag lang den Kuhstall der jetzt leer war, weil die Kühe auf der Weide waren. "Wie fühlst du dich in den neuen Gummistiefeln?" fragte Sabine. "Es ist doch besser, wenn Du nicht bei jedem Schritt fast umfällst". "Du hast recht, mit diesen Stiefeln macht das Arbeiten viel mehr Spaß und bequem sind sie auch noch", erwiderte Gaby. Am Abend sah man den Gummistiefeln nicht mehr an, dass sie erst heute gekauft wurden. Sie waren von oben bis unten schmutzig und verschmiert.

Am Dienstag fuhren Frau Müller, Sabine und Gaby mit dem Traktor Himbeeren pflücken. Gaby hatte wieder ihre neuen Gummistiefel angezogen, obwohl es eigentlich gar nicht nass war auf dem Himbeerfeld. Irgendwie gefiel es ihr, den ganzen Tag in Gummistiefeln rumzulaufen. Es wurde wieder ein warmer Tag und Gaby hatte ihre kurzen Jeansshorts angezogen. So in kurzen Hosen fielen die schwarzen klobigen Gummistiefel noch viel mehr auf als in langen Jeans. Gaby befestigte sich einen Gurt mit einem Korb um den Bauch und begann Himbeeren zu pflücken. Hin und wieder traf sie den Korb nicht ganz und die reifen Beeren fielen zu Boden oder wurden von den Gummistiefeln 'aufgefangen'. Gaby merkte gar nicht, dass zwischendurch immer wieder Himbeeren in ihre Stiefel fielen. Mit der Zeit kam es Gaby vor, als würde es in den Stiefeln feucht werden. "Das ist sicher von der Wärme, meine Füße kochen ja schon fast in den Stiefeln", dachte sie "aber es ist ein geiles Gefühl, wenn man so mit schwitzigen Füssen in Gummistiefeln steht". Als sie mal aufs Klo musste, wurde sie doch neugierig und schlüpfte mit dem rechten Fuß aus dem Gummistiefel. Ihre ehemals weißen Sportsocken waren rot gefärbt und rote Tropfen fielen in den Stiefel zurück. Zuerst dachte sie, dass sie blute, dann aber bemerkte sie, dass sie Himbeermus in ihren Stiefeln hatte. "Darum ist es in meinen Stiefeln so nass und matschig". Sie ging zurück um weiter zu pflücken, sagte den anderen aber nichts. Jetzt ließ sie sogar absichtlich zwischendurch ein paar Himbeeren in die Stiefel fallen. Je mehr sie in den Stiefeln herumrutschte und es bei jedem Schritt matschte, desto geiler fand sie es. Zum Mittagessen fuhren sie zum Hof zurück. "Ich gehe noch schnell meine Stiefel waschen" sagte Gaby und verschwand hinter der Scheune. Genüsslich streifte sie sich die Stiefel von den Füssen und schüttete die rote Flüssigkeit aus. Die Stiefel hatten sich mittlerweile bis zu den Knöcheln mit Himbeermus gefüllt. Mit dem Schlauch füllte sie die Stiefel immer wieder mit Wasser, bis es sich nicht mehr rot verfärbte. "Ein geiles Gefühl, wenn man in matschigen Gummistiefeln steht!" hörte Gaby Sabine sagen. "Ich habe dich gar nicht kommen hören", sagte Gaby erschrocken. "Ich habe dich zwischendurch beobachtet und gesehen, wie du absichtlich Himbeeren in deine Gummistiefel geworfen hast". Gaby war es peinlich. Sabine bemerkte dies und sagte: "Das ist ganz normal. Was meinst Du, was es schon alles in meinen Gummistiefeln hatte ... Ich finde Gummistiefel im übrigen auch ganz toll. Darum habe ich auch so viele Modelle. Hier auf dem Bauernhof fällt ein Paar Stiefel mehr oder weniger gar nicht auf." Gaby war irgendwie erleichtert, stellte ihre Gummistiefel in die Sonne und folgte Sabine zum Mittagessen. Nach der Mittagspause mussten Gaby und Sabine im Wald Äste zusammentragen und am Waldrand für den Abtransport aufschichten. Sabine zog ihre grünen Gummistiefel an und Gaby schlüpfte in ihre noch nassen Gummistiefel. Es dauerte nicht lange und ihre Strümpfe waren wieder feucht.

Die beiden Frauen fuhren in den Wald und machten sich an die Arbeit. In dem Waldstück hatte es ein Feuchtgebiet von etwa zehn Metern Durchmesser. Wenn man es nicht wusste, fiel es einem gar nicht auf. Einzig die Blätter am Boden waren an dieser Stelle fast schwarz. Sabine hatte das Gebiet schon vor einiger Zeit entdeckt und 'besuchte' es zwischendurch mit ihren Gummistiefeln. Die beiden schleppten die Äste aus dem Wald und häuften sie an einer Stelle auf. Sabine warf immer wieder einen Ast in die Mitte des Feuchtgebietes und rief Gaby dann zu: "Kannst Du die Äste dort drüben noch holen?" "In Ordnung", rief Gaby zurück und ging mit großen Schritten auf den Haufen zu. Sie bemerkte erst viel zu spät, dass sie in das Feuchtgebiet geraten war und bis sie stehen geblieben war reichte ihr der Morast bereits bis an die oberen Stiefelränder. "Sabine, komm, schnell, hilf mir da raus!" rief Gaby. Sie versuchte ein Bein vorsichtig anzuheben. Durch die Gewichtsverlagerung sank das andere Bein allerdings noch mehr ein und die ersten Blätter, die auf dem Morast lagen, fielen ihr oben in die Stiefel. Sabine, die sich dieses Abenteuer bereits am Morgen ausgeheckt hatte, beobachtete Gaby noch kurz und ging dann zum Auto. Sie hatte vor der Abfahrt unbemerkt noch ihre Watstiefel eingepackt. Diese zog sie sich nun an. Es sah richtig sexy aus, wie sie in ihren kurzen Jeansshorts und den Watstiefeln zu Gaby ging. Gaby war unterdessen schon weiter eingesunken und der Schlamm lief ihr langsam in die Stiefel. "Du Luder!" sagte Gaby zu Sabine als sie diese in Watstiefeln sah, "da hast du dir ja was schönes ausgedacht!" "Als ich dich heute Morgen mit den Himbeeren beobachtet habe, ist mir dies in den Sinn gekommen", entgegnete ihr Sabine und schaute sie fragend an. "Aber du hast recht, es ist ein tolles Gefühl, wenn man vom Schlamm wie von einer Hand festgehalten wird und es kalt in die Stiefel läuft", grinste Gaby. "Ich komme und helfe dir raus", sagte Sabine und ging von der anderen Seite auf Gaby zu. Auf dieser Seite war der Morast aber tiefer. Nach zwei Schritten stand Sabine bereits bis zu den Knien im Schlamm. Beim Versuch die Watstiefel aus dem Morast zu ziehen sank Sabine immer mehr ein. Als sie bis zu den Hüften im Schlamm stand rief sie Gaby zu: "ich glaube, jetzt sitzen wir beide fest". Gaby nickte nur und fragte: "was sollen wir jetzt tun?" "Versuch du dich nochmals zu befreien. Wenn Du aus den Stiefeln schlüpfst, kommst Du wahrscheinlich frei. Die Stiefel musst du dann von Hand rausziehen. Ich kann nicht einmal aus den Watstiefeln raus, weil ich sie innen um meine Waden festgebunden habe. Danach musst du im Auto das Seil holen, es an der Öse meiner Watstiefel befestigen und vom Rand aus versuchen mich rauszuziehen", sagte Sabine. "Gut, ich versuche es", sagte Gaby und schlüpfte aus ihren Gummistiefeln. Sie ging einen Schritt zurück und begann mit aller Kraft an den Gummistiefeln zu ziehen. Nur sehr langsam kamen sie immer mehr aus dem Morast. Nach längerer Zeit hatte sie es endlich geschafft. Sie wollte barfuss zum Auto laufen, doch auf dem Waldboden konnte sie keinen Schritt ohne Schmerzen gehen. Sie wischte sich den gröbsten Schlamm von Beinen und Füssen, leerte ihre Gummistiefel aus schlüpfte wieder hinein und ging dann zum Auto um das Seil zu holen. Sabine war mittlerweile noch tiefer eingesunken. Der Schlamm lief ihr schon langsam in die Watstiefel. "So tief steckte ich ja noch nie fest", dachte sie und es wurde ihr langsam mulmig, denn sie hatte keine Chance alleine aus dem Morast zu kommen. "Halt, zieh dir erst die Gummistiefel aus!" rief Sabine Gaby zu. Doch Gaby lief so schnell auf sie zu, dass sie bereits wieder bis zu den Knien im Schlamm stand. "Daran habe ich gar nicht mehr gedacht", sagte Gaby und begann nach den oberen Stiefelrändern von Sabine zu graben. Als sie die Ösen freigelegt hatte, zog sie das Seil durch und versuchte auf den trockenen Boden zurück zu kommen. Sie musste wieder aus ihren Gummistiefeln schlüpfen und diese dann von Hand ausbuddeln. Am Rand angekommen schlüpfte sie wieder in ihre Gummistiefel und zog mit aller Kraft am Seil. Sabine versuchte gleichzeitig mit aller Kraft ihre Beine mit den Watstiefeln aus dem Schlamm zu ziehen. Aber es klappte nicht. Sie zog an den Stiefeln nach hinten und Sabine fiel fast um. Dann entdeckte Gaby den Ast über Sabine und rief ihr zu: "wir müssen versuchen, das Seil über den Ast zu werfen damit ich dich nach oben ziehen kann". Nach mehreren Versuchen klappte es endlich. Sabine war unterdessen noch weiter eingesunken. Der Morast war zum Glück nicht sehr flüssig, sodass erst wenig Schlamm in ihre Stiefel gelaufen war. Nochmals versuchten beide gemeinsam Sabine zu befreien. Gaby zog mit aller Kraft am Seil und Sabine versuchte ihre Beine rauszuziehen. Der Gummi von Sabines Watstiefel dehnte sich beängstigend durch die große Belastung und Gaby musste aufpassen, dass die Ösen nicht ausrissen. Ganz langsam kamen die Watstiefel aus dem Morast. Der obere Schaftrand war bereits sichtbar als Gaby rief: "ich muss mal kurz ausruhen. Ich habe keine Kraft mehr in meinen Händen!" Gaby legte das Seil auf den Boden und stand mit den Gummistiefeln darauf, damit es nicht zurück rutschen konnte und Sabine wieder tiefer einsank. Nach einer kurzen Verschnaufpause zog sie weiter. Sabines Watstiefel kamen langsam aber sicher immer mehr zum Vorschein. Nach einer ganzen Weile war Sabine endlich frei. Völlig geschafft fiel sie auf neben Gaby auf den festen Waldboden. "Gott sei Dank ist das passiert, als Du dabei warst. Wenn ich alleine gewesen wäre ... ich wüsste nicht wie ich hier wieder raus gekommen wäre", sagte Sabine zu Gaby. "Ja, du hast recht. Das hätte ins Auge gehen können". Als sich die beiden ausgeruht hatten, gingen sie zum nahen Bach um sich und die Gummistiefel vom Schlamm zu befreien. Durch dieses Abenteuer war der Nachmittag fast um. Schnell sammelten sie noch die letzten Äste ein und machten sich auf den Heimweg. Nach dem Nachtessen gingen beide früh zu Bett. Die Anstrengung steckte ihnen noch in den Knochen.

Am Mittwoch mussten die beiden den ganzen Tag bei der Kartoffelernte helfen. Sabine hatte ihre Gummistiefel mit kurzem Schaft angezogen. Gaby stand in ihren schwarzen Gummistiefeln auf der Erntemaschine. Die Sonne brannte auf die Stiefel und es war heiß und staubig. Während der ersten Pause hatte sich Gaby die Strümpfe ausgezogen und stand nun barfuss in ihren Gummistiefeln. Ihre Füße begannen zu schwitzen und bald schon sammelte sich das Wasser in den Stiefeln. Mit dem Staub gab es eine klebrig braune Masse in ihren Stiefeln. Nach einer Weile zog Gaby den Schaft ihrer Stiefel von oben nach unten und ihre Gummistiefel waren nur noch halb so hoch. Deswegen schwitzte sie aber nicht weniger. Es fiel höchstens mehr Staub und Dreck in ihre Stiefel. Mittagessen gab es auf dem Feld und Gaby traute sich nicht, ihre Stiefel auszuziehen. Als sie am Abend zurück auf dem Hof waren zog Gaby ihre Gummistiefel aus. Zum Vorschein kamen zwei Füße die aussahen als wären sie mit Schokolade überzogen. Gaby blieb nichts anderes übrig, als ihre Stiefel wieder innen und außen gründlich zu waschen.

Am Donnerstag war nochmals Kartoffelernten angesagt. Es wurde noch heißer und Gaby schwitzte an ihren Füssen wie in einer Sauna. Am Abend sank sie müde ins Bett und vernahm beim Einschlafen von weitem noch ein Donnergrollen.Mitten in der Nacht wurde sie von Sabine geweckt. "Schnell, steh auf und zieh dir was an. Der Gewitterregen hat den Bach anschwellen lassen und dabei wurde allerlei Unrat und Holz mitgeschwemmt. Vor der Brücke hat sich ein Stau gebildet und die Wiese wurde überschwemmt. Wir müssen die Kühe an einen sicheren Ort bringen!" Gaby stand auf, schlüpfte in ihre Jeansshorts, zog sich ein T-Shirt an und ging nach unten. Dort schlüpfte sie in ihre Gummistiefel und ging nach draußen. Es regnete immer noch. "Nimm hier diesen Ölmantel", rief ihr Sabine zu "und dann komm zum Traktor". Gaby zog sich den gelben Ölmantel über und lief zum Traktor. Als alle auf dem Wagen saßen ging es Richtung Brücke am Bach. Bei der Brücke angekommen versuchte Herr Müller und Paul das angeschwemmte Material an der Brücke zu entfernen. Die Frauen kümmerten sich unterdessen um das Vieh. Die Kühe waren in eine Ecke der Weide geflüchtet. Das Wasser vom über das Ufer getretenen Bach drängte sie aber immer mehr zurück. Da die Kühe aber nicht selbständig durch die überflutete Wiese liefen mussten sie von den Frauen einzeln an einen höheren Punkt der Weide geführt werden. Gaby lief das Wasser vom Ölmantel direkt in die Gummistiefel. Sie hatte bereits wieder ein Fußbad in ihren Stiefeln. Es war sehr mühsam die Kühe durch den See aus Wasser und Schlamm zu führen. Das Wasser stieg immer höher. Als erstes lief es Ute oben in die Stiefel. Laut fluchend stapfte sie aber weiter. Es dauerte nicht lange und auch die Gummistiefel der Bäuerin liefen laut gurgelnd voll. Gaby und Sabine erging es auch nicht besser, auch ihre Gummistiefel waren zu kurz. Das Wasser stieg und stieg. Bis über die Knie standen sie mittlerweile im Wasser. Den Männern gelang es schließlich den Abfluss ein wenig freizulegen. Langsam ging der Wasserstand zurück. Zurück blieb ein klebriger, tiefer Schlammteppich. Die Frauen leerten das Wasser aus ihren Stiefeln und brachten weitere Kühe in Sicherheit. "Verdammt!" rief Ute plötzlich, "mein rechter Gummistiefel ist in dieser Sauce stecken geblieben". Sie versuchte das rechte Bein mit dem Stiefel aus dem Schlamm zu ziehen. Derweil sank sie mit dem linken Bein immer tiefer ein. "Pass auf!" rief Sabine, "gleich läuft der Schlamm in deinen linken Stiefel". Aber es war schon zu spät ... der Schlamm ergoss sich über den Schaftrand in Utes Gummistiefel. Mit einem Ruck versuchte Ute ihren linken Gummistiefel wieder rauszuziehen. Mit ihren nassen Füssen hatte sie allerdings keinen Halt in ihren nassen Gummistiefeln und ihr Bein rutschte einfach aus dem Stiefel. Um das Gleichgewicht nicht zu verlieren musste sie nun mit dem linken Fuß barfuss in den Schlamm stehen. "Iiii!" hörte man Ute schreien. Ihr roter Gummistiefel wurde vom Schlammdruck sofort zusammengedrückt und Ute konnte ihn in der Dunkelheit nicht mehr finden. Sie versuchte nun auch ihren rechten Gummistiefel rauszuziehen. Doch auch das rechte Bein kam ohne Stiefel aus dem Schlamm. "Mist, meine Lieblingsstiefel sind futsch", jammerte Ute. "Vielleicht finden wir sie ja morgen wieder wenn es hell ist", entgegnete Sabine. Ohne Stiefel an den Füssen setzte sich Ute auf den Traktor und wartete bis die anderen alle Kühe in Sicherheit gebracht hatten. Gaby, Sabine und Frau Müller hatten große Mühe durch den Schlamm zu gehen und mussten bei jedem Schritt aufpassen, dass ihre Stiefel nicht auch stecken blieben. Nachdem alle Kühe in Sicherheit waren beschlossen sie, dass sie erst am Freitagmorgen die Auswirkungen besichtigen wollen wenn es wieder hell war.

Am Freitagmorgen nach dem großen Regen lag Gaby wie tot im Bett. Aber es wartete eine Menge Arbeit auf sie. Noch müde ging sie hinunter in die Küche. Dort empfing sie Sabine, die bereits wieder ihre Gummistiefel angezogen hatte. "Wir müssen aufs Feld um die Schäden, die das Gewitter verursacht hat, zu untersuchen. Zieh schnell deine Gummistiefel an. Das wird die schärfste Matschpartie, die du bisher erlebt hast". Weil Gabys Gummistiefel von der Nacht immer noch ganz nass waren, stieg sie gleich mit nackten Füssen hinein. Das Wetter war wieder wunderbar und es war schon wieder schön warm. Gaby und Sabine hatten ihre kurzen Hosen an und bei jedem Schritt klatschten die nassen Stiefelschäfte gegen ihre nackten Beine und ihre nassen Fußsohlen glitschten auf dem nassen Innenfutter hin und her. Schon bald hatten sie den ersten Acker erreicht. Sabine fluchte, als sie die Schäden sah. Die beiden betraten den Acker um das Ganze näher anzusehen. Plötzlich machte es unter Sabines Stiefel ein sehr lautes, schmatzend-gurgelndes Geräusch. "Oh nein!" rief sie. Mit ihren grünen Gummistiefeln war sie bis zu den Knien in einem Schlammloch versunken. Die Stiefel waren von oben mit weichem Moder vollgelaufen, von unten steckten sie im Schlamm fest. Sie genoss das Gefühl, wie sich die kalte Moderbrühe in ihre Stiefel ergoss und bewegte ihre Füße genüsslich in den Stiefeln hin und her um den Umstand richtig auszukosten. Schnell kam Gaby herangestapft um Sabine aus dem Dreck zu ziehen. Doch auch ihre Stiefel versanken plötzlich in einem tiefen Matschloch. "Ohh! Ist das ein Gefühl!" rief sie als sie die kühle Brühe an ihren nackten Füssen fühlte. Der Schlamm war an dieser Stelle nicht sehr zäh, sodass sie ihre schlammgefüllten Stiefel fast mühelos rausziehen konnten. Sie stapften noch ein bisschen an der gleichen Stelle umher und genossen es, wenn der Schlamm über ihre Stiefelränder in die Stiefel floss. Plötzlich sah Gaby etwas rotes im Acker. "Sind das nicht Utes Gummistiefel?" fragte Gaby. "Lass uns nachsehen"; erwiderte Sabine. Die beiden stapften durch den Schlamm auf die Stelle zu. Tatsächlich, ein Stiefel von Ute ragte ganz wenig aus dem Schlamm. Gaby und Sabine fassten mit beiden Händen am Schaftrand zu und zogen mit aller Kraft. Der rote Stiefel bewegte sich kaum. Durch den Druck auf ihre Beine sanken die beiden wieder immer tiefer im Schlamm ein. Sie hatten beide nicht bemerkt, dass sie schon fast bis zu den Knien im Schlamm standen als der rote Stiefel unter lautem gurgeln aus dem Schlamm kam. Vom Rot des Stiefels war nicht mehr viel zu erkennen. Die beiden hatten eher einen Schlammklumpen in der Hand. "Da muss doch auch noch Utes zweiter Stiefel sein", sagte Sabine und wühlte mit ihren Händen im Schlamm. "Hier!" rief sie plötzlich und hatte den Schaft des zweiten Gummistiefel in der Hand. Auch an diesem Stiefel zogen beide mit ganzer Kraft und es gelang ihnen schließlich auch diesen Stiefel rauszuziehen. "Da wird sich Ute aber freuen. Jetzt müssen wir nur auch wieder rauskommen", sagte Sabine. Beide zogen und rissen wie verrückt an ihren Gummistiefeln bis diese endlich draußen waren. Als sie wieder halbwegs festen Boden unter den Füssen hatten, betrachteten sie sich gegenseitig. Von den Knien an abwärts waren ihre Beine mit Schlamm überzogen und von den Stiefeln war nichts mehr zu sehen. "Komm wir gehen zum Bach und waschen uns erst einmal ein bisschen", schlug Sabine vor. Wie mit Bleiklötzen an den Füssen stapften die beiden zum Bach. Dieser führte mittlerweile wieder normal viel Wasser. Sie stiegen ins Wasser und begannen den ganzen Schlamm abzuwaschen. Bald waren Sabines grüne und Gabys schwarze Gummistiefel zu sehen. Unterdessen waren auch Bauer Müller und Ute auf dem Feld eingetroffen. Ute, heute in dunkelblauen Gummistiefeln, freute sich, dass ihre roten Stiefel wieder zum Vorschein gekommen sind. "Hier können wir momentan nichts unternehmen. Wir müssen warten bis der Schlamm trocken ist und ihn dann mit dem Bagger abtragen", sagte Bauer Müller. "Ihr könnt aber durch den Bach gehen und den angeschwemmten Unrat einsammeln. Ich habe euch jedem einen Kehrichtsack mitgebracht". Gaby, Sabine und Ute waren den restlichen Tag damit beschäftigt, den Bach zu durchkämmen und allen Unrat einzusammeln. Es war zwischendurch eine richtige Wohltat für die Füße, wenn das Wasser höher war als die Stiefel und oben rein lief. Die drei Frauen genossen die Plantscherei in Gummistiefeln und kosteten jedes Wasserloch aus. Auch an diesem Abend sank Gaby müde ins Bett, schlief wunderbar und träumte von weiteren Gummistiefelabenteuern.

Am Samstagmorgen war es soweit: ihr Urlaub war beendet und es hieß Abschied nehmen. Gaby packte ihre Sachen zusammen und lud alles ins Auto. Danach verabschiedete sie sich von der ganzen Familie und fuhr zurück nach Hause. Eines wusste Gaby ganz bestimmt: dies war nicht ihr letzter Urlaub auf dem Bauernhof ...