Für alle die Gummistiefel lieben

German Story 1 Laureen und Vic auf Froschjagd

German Story 1 Laureen und Vic auf Froschjagd

German Story 1 Laureen und Vic auf Froschjagd

from Steve

Laureen und Vic stiegen aus dem Auto und gingen zur Hecklappe des Lieferwagens. Es war warm und feucht an diesem Tag. Sie nahmen jede ein paar kniehohe, glänzende gelbe Gummistiefel aus dem Wagen. Laureen zog ihre Strümpfe aus und schlüpfte in ihre Stiefel. Sie sah sehr sexy aus, mit den Jeansshorts und den hohen Gummistiefeln. "Meinst Du, wir werden Glück haben?" fragte sie Vic. Die beiden waren Biologiestudentinnen und auf der Suche nach Froscharten in diesem Feuchtbiotop. Es war ihre erste Tour in freier Natur. "Klar! Anfängerglück!" antwortete Vic. Sie trug zu ihren Gummistiefeln einen kurzen Faltenrock und ein langärmeliges T-Shirt. Ihre Strumpfhose behielt sie trotz der Hitze an. Sie stapften durchs nasse, kniehohe Gras. Die Halme streiften an ihren Stiefeln und Beinen entlang und benetzten sie mit kleinen Tröpfchen.

Der etwas tiefer gelegene Weg stand durch die Regenfälle ein paar Zentimeter unter Wasser. Während Laureen etwas beunruhigt war, schritt Vic weiter forsch voran. Sie liebte es, mit Gummistiefeln durch die möglichst feuchte Natur zu waten. Das Wasser spritzte bei jedem Schritt. Auch der Bach, der den Weg kreuzte und normalerweise ein schmales Rinnsaal war schreckte Vic nicht. Sie ging schnurstracks hindurch. Das Wasser kam dabei mehrmals bedrohlich nahe an die Ränder ihrer gelben Gummistiefel. Doch es schwappte nichts hinein. Nur ein paar Spritzer benetzten ihre Strümpfe. Laureens Stiefel jedoch waren etwas kürzer und sie musste von Stein zu Stein hüpfen, damit das Wasser nicht in ihre Gummistiefel eindrang. Beinahe wäre sie dabei abgerutscht. Aber sie konnte sich gerade noch fangen.

Nach etwa hundert Metern begann der Boden schlammig zu werden. Die Stiefel sanken bei jedem Schritt bis zu den Knöcheln ein. Beim herausziehen mischte sich der Schlamm mit dem Wasser und ein dünner, brauner Film überzog Vics und Laureens Stiefel. Die Stiefelschäfte wurden mehr und mehr von Schlammspritzern übersäht. Vic grinste während Laureen das ganze weniger spaßig fand. "Ich hab diese Stiefel grade neu gekauft! Und jetzt werden sie gleich total eingesaut". "Hey, das ist doch nicht schlimm. Dafür sind doch Gummistiefel gemacht! Du kriegst sie doch nachher wieder sauber!" Gerade als sie diesen Satz sagte, entdeckte Vic ihren ersten Frosch. Er saß gleich neben dem Weg. "Psst! Schau da! Ein Frosch!". Laureen schlich sich an den Frosch heran. Der hüpfte allerdings ein paar Schritte in das Moor hinein. Laureen stapfte hinterher. Ihre Angst war vergessen. Die Ermahnung ihres Dozenten, die Wege hier nicht zu verlassen auch. Vic grinste und folgte ihr.

Der Boden war jetzt zwar nicht mehr mit Wasser bedeckt, wurde aber zunehmend schlammiger. Laureen sah nur noch den Frosch. Ihre Stiefel versanken jetzt schon bis zur Verstärkung über dem Spann ein. Sie hinterließen tiefe Stapfen, die sich glucksend wieder mit Wasser füllten und in die Vic, der jetzt doch etwas seltsam zumute war, trat. Dabei spritzte zwar das angesammelte Wasser heraus und verteilte sich auf ihrer Strumpfhose und dem Faltenrock, aber sie war wenigstens halbwegs sicher, nicht zu tief einzusinken und stecken zu bleiben. "Hey, warte mal Lauri, das wird mir hier zu morastig"! rief sie. "Dafür hast Du doch Gummistiefel an! Du hast sogar extra die hohen genommen... Ich hab ihn gleich". Leider war der Frosch anderer Meinung und hüpfte weiter in den Morast. Laureens rechter Stiefel blieb an einer besonders tiefen Stelle stecken. Sie zog mit aller Kraft, konnte ihn aber nicht frei bekommen. "Iiiih, gleich läuft das Zeug in deinen Stiefel rein!" rief Vic entsetzt. Doch gerade rechtzeitig bekam Laureen den Stiefel frei und stapfte weiter. Vic folgte ihr sehr langsam und vorsichtig. Die Stiefel schmatzten. Der Morast arbeitete sich immer weiter an den oberen Schaftrand heran.

Nach ein paar weiteren Schritten kam sie an eine Lichtung und sah Laureen, wie sie inmitten eines Schlammlochs stand und sich ganz langsam bückte. Dann kam sie triumphierend wieder hoch und hatte das Glas mit dem Frosch in der Hand. Leider hatte die Aktion zu lange gedauert. Als sie den Rückweg antreten wollte, kam sie nicht von der Stelle. Etwas entgeistert schaute sie an sich herunter und sah gerade noch, wie der Schlamm begann, über den noch gelben Rand in ihren linken Gummistiefel zu laufen. Sehr langsam, aber unaufhaltsam. Sie ruckelte wild, machte die Situation dadurch aber noch schlimmer. Langsam versank ihr linker Stiefel mit einem lauten Schmatz im Schlamm. "Komm! Hilf mir", rief sie Vic zu, während nun auch der rechte Gummistiefel vollständig im Morast verschwand.

Vic ging bis zum Rand des Schlammlochs und tastete vorsichtig nach dem Grund. Ganz langsam tauchte sie erst die Spitze, dann den ganzen Fuß in den Morast. Es gluckerte und Luftbläschen stiegen auf. Kurz bevor ihr Stiefel ganz im Schlamm verschwand fand sie einen festen Halt. Sie zog den anderen Stiefel nach und tauchte auch diesen in den Schlamm. Sie sank aber sofort bis zum Rand ihres Stiefels ein und spürte noch immer keinerlei Widerstand. Schnell zog sie ihn wieder aus dem Morast und trat den Rückzug an. "Es hilft nichts! Du musst die Stiefel wohl opfern!" Laureen zog zunächst den einen, dann den anderen Fuß aus den Stiefeln und patschte in den Schlamm. Dann zog sie ihre Stiefel aus dem Schlamm und stapfte zu Vic. Etwas angewidert schlüpfte Laureen wieder in die schlammverschmierten Stiefel und sie traten den Rückweg an. Jetzt ging Vic vor und tastete vorsichtig nach dem Weg. Einige Male wäre sie dabei beinahe im tiefen Schlamm stecken geblieben. Die ehemals knallgelben Stiefel waren mit einer dicken Modderschicht überzogen, die an flacheren Stellen langsam an ihnen herunterlief.

Endlich wurde der Weg fester und die beiden kamen wieder an den Bach, der inzwischen noch etwas reißender - und tiefer - geworden war. Laureen zog gleich ihre Stiefel aus und begann sie im Wasser zu säubern. Vic schaute ihr dabei zu, wie sie die Stiefel in der Hand hielt und daran rubbelte, um auch die letzten Schmutzspuren abzukriegen. Dann stellte sie sich neben sie und begann, auch ihre Gummistiefel zu säubern. Dabei bückte sie sich, was ein aufregendes Faltenspiel auf dem weichen, glänzenden Gummi hervorrief.

Dann begannen sie die Durchquerung. Laureen barfuss, Vic mit den hohen, jetzt wieder glänzenden Stiefeln. Allerdings musste diesmal sie auf den Steinen balancieren. In der Mitte sogar auf Zehenspitzen, damit das Wasser nicht über den Rand in ihre Stiefel schwappte. Leider rutschte sie auf einem besonders schlüpfrigen Stein aus und musste sich im tiefen Wasser, das ihr bis übers Knie ging, abstützen. Es war ein prickelndes Gefühl, als das Wasser plötzlich in ihre Stiefel strömte und dicke Luftblasen aufstiegen. Vic und Laureen mussten beide lachen.

Am anderen Ufer angekommen, schütteten sie das Wasser aus ihren Stiefeln und machten erst einmal ein Picknick auf einer Bank. "Exkursionen zur Erforschung der Fauna sind schon klasse, was!" sagte Vic. "Ja, aber Gummistiefel sind dabei ein absolutes Muss! Sonst macht's nur halb soviel Spaß!" erwiderte Laureen.